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Aufbau von Angeboten

Was wären Ihrer Ansicht nach die zentralen Ansatzpunkte beim Aufbau sozialräumlicher Angebote?

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Auswirkungen von präventiven Angeboten im Sozialraum

Welche Auswirkungen haben präventive Angebote im Sozialraum? Wie bewerten Sie diese Auswirkungen? Wo sehen Sie Verbesserungsbedarf?

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Wir freuen uns auf Ihre Anmerkungen zum Thema: "Auswirkungen von präventiven Angeboten im Sozialraum"

Prävention ist wichtig. Qualität auch. Zur Qualitätssicherung muss gewährleistet sein, dass die Anbieter im Bereich der Jugendhilfe Kriterien unterliegen, die von einer Aufsichtsbehörde (analog §45 SGB VIII) geprüft werden. Prävention darf keinen Vorrang vor Maßnahmen der HzE haben - das heißt, weder "Ambulant vor stationär" noch "Prävention statt Hilfe zur Erziehung".

Präventive Angebote im Sozialraum sind wichtig. Sie sollten allerdings nicht den notwendigen HzE vorgeschaltet werden. Auch muss die Qualität der präventiven Hilfen garantiert sein.

Hinsichtlich der Präventionsarbeit erscheint es günstig auch einen stärkeren Fokus auf Vernetzung und Kooperation zu legen, welcher sich jedoch nicht in Konkurrenz und/oder Bevormundung bzw. zu starker Priorisierung äußern sollte. Gerade innerhalb der sog. "Brennpunktgebiete" erlangen unterschiedliche Angebote, unterschiedliche Erkenntnisse zu unterschiedlichen Zeitpunkten, was auch dafür sorgt, dass verschiedenen Angebote aneinander vorbei oder nebeneinander her arbeiten. Dies führt erfahrungsgemäß zu o.g. Befindlichkeiten. Deutlich wurde dies bspw. bei der Vernetzung der Akteure aus verschiedenen Bereichen hinsichtlich der Wohnungssuche für die jeweilige Klientel. Dort wurde festgestellt, dass sich die Gruppen mit unterschiedlichen Mitteln, um die selben Ressourcen bemühen. Eine stärkere Bündelung/Vernetzung der Interessen und eventuell (frei verwendbarer) Ressourcen - bspw. in Stadtteilbüros etc. - erscheint auch hinsichtlich präventiver Angebote zumindest überdenkenswert.

Eine Abgrenzung von sog. "niedrigschwelligen Hilfen im Sozialraum" ggü. rechtsanspruchshaften Formen der Hilfe muss durch den Gesetzgeber vorgegeben werden. Es gibt sonst einen Wildwuchs, durch den der Rechtsanspruch mittlebar aufgeweicht werden wird (da sich mit den sog. "niedrigschwelligen" Angeboten Geld einsparen lässt, denn sie sind meistens ja auch niedrigformatig und es gibt bisher kein Fachkräftegebot).

Der Begriff der Prävention als solcher müsste für die Jugendhilfe einigermassen rechtssicher definiert werden, da jede Form der Kinder- und Jugendhilfe auch als Prävention angesehen werden kann, selbst völlig verspätete Hilfe, denn sie wird ja eingesetzt um weitere Verschlimmerungen zu verhüten. Ich bin gespannt auf die Definition "präventive Jugendhilfe" - bisher kann jede*r jederzeit behaupten, etwas sei präventiv, etwas anderes nicht. Das leistet natürlich einer Jugendhilfe nach Gutsherrenart Vorschub.

Zusätzlich präventive Angebote haben allermeist mindestens zunächst kostensteigernde Auswirkungen. Dies wird oft nicht so deutlich gesagt, aber es sollte den handelnden Personen klar ein, daß gerade wirksame präventive Programme mehr Menschen in den Genuss irgendwelcher Leistungen oder Angeboten bringt, dass dies wiederum im besten Falle die Beantragung oder Inanspruchnahme weiterer Unterstützungen nach sich zieht und sich hoffentlich zusätzlich herumspricht. Dadurch eintretende Einsparungen bei (ohne Prävention) später anfallenden Leistungen ergeben sich wenn überhaupt (!) erst Jahre später, soweit man bisher weiss (zuletzt ESPQ Modellprojekt Bremen, Modellprojekt "KeKiz" Land Niedersachsen + Bertelsmann sowie SRO- Projekt Berlin Steglitz-Zehlendorf).

Mehr noch als für die rechtsanspruchsgebundenen, einzelfallgebundenen Hilfen gilt für die präventiven Angebotsformen bis heute, was Klaus Wolf im Modellprojekt "Wirkungsorientierte Jugendhilfe" (Band 4) feststellte: Es sei schwierig bis unmöglich, „... zwischen einzelnen Maßnahmen und spezifischen Effekten einen eindeutigen Zusammenhang herzustellen, d.h. zu beweisen, dass dieser Effekt nur durch die Maßnahme bewirkt worden ist und dass die Maßnahme genau diesen Effekt verursacht hat. Weder das zeitliche Zusammentreffen von Maßnahme und Effekt noch der statistische (in qualitativen Studien aufgrund der geringen Fallzahl sowieso kaum zu erbringende) Beleg einer Korrelation ist ein Beweis für einen linearen Ursache-Wirkungszusammenhang."

Auch bleiben die Nebenwirkung präventiver Bemühungen, z.B. nach falsch-positiven Befunden oft unbedacht (vgl. etwa Beispiele aus dem medizinischen Bereich, etwa Brustkrebs- oder Prostatavorsorge und ihnen folgende Behandlungen).

Präventive Angebote sind mehr als sinnvoll, sollten sich aber gut abstimmen mit den vor Ort ansässigen und wirkenden Helfersystemen. Eine Vernetzung in Form eines sozialräumlichen regemäßigen Treffens ist m.-E. unabdingbar, um aktuell zu bleiben und auch kurzfristig auf sozialräumliche Situationen und Probleme eingehen zu können. Projekte sollten etabliert sein und nicht nur kurzfristig finanziert werden. Eine Evaluation des sozialräumlichen Arbeit sollte z.B. durch die Uni o.ä. begleitet werden. Hierbei ist die Beteiligung Befragen aller (Bewohner*innen, Kolleg*innen) unabdingbar.

präventive können Kinder und Jugendliche in der Entfaltung ihrer Interessen und Stärken unterstützen und bieten eine Möglichkeit für Vernetzung im Stadtteil. Sie darf nicht als Ersatz für Hilfen zur Erziehung angelegt werden sondern möglicherweise bei Bedarf zusätzlich.

Erfahrungen aus dem Abbau der Gemeinwesenarbeit der 80-er Jahre

Welche positiven Auswirkungen ernstgemeinte präventive Angebote im Sozialraum haben können, kann man erkennen, wenn man sich umgekehrt die Folgen des Abbaus der präventiven Ansätze der Gemeinwesenarbeit der 80-er Jahre ansieht.

Damals gab es noch in jedem Sozialraum mit hauptamtlichen pädagogischen Fachkräften besetzten niederschwelligen Angebote (Jugendzentren, Beratungscafes usw.). Diese wurden danach radikal abgebaut.

Eine der Folgen davon war aus meiner Sicht die Steigerung der Fallzahlen in der Jugendhilfe.

Anfang der 2000-er Jahre hat man das endlich erkannt und versucht gegenzusteuern. Die finanzielle Förderung der Familienzentren in den Kita's hat m.E. nur eine Alibi-Funktion. Die Förderung beträgt nur ein Bruchteil von dem, was eine volle hauptamtliche Fachkraft im Sozialraum kosten würde.

Warum scheinheilig etwas Neues fordern, wenn man das Alte nur wieder reaktivieren müsste!

Konzepte der Sozialraumstärkung werden kontrovers diskutiert. Kritisch zu bewerten sind Diskussionen, bei denen als Motivation für eine Sozialraumorientierung die finanzielle Entlastung der Verwaltung im Vordergrund steht – hilfreich sind sie da, wo die Bedarfe und fachlichen Leistungen im Sinne der Familien im Fokus sind. Aus systemischer Sicht hängt die Wirksamkeit präventiver Angebote im SOR einerseits von der Qualität der Kooperation der Akteure ab und andererseits von den Möglichkeiten einer Beteiligung der Familien selbst sowie der Menschen in den Institutionen und Praxen bereits bei der Planung von Angeboten.
Ein Sozialraum entsteht durch Kommunikation - heutzutage auch ohne direkten räumlichen Bezug. Sozialraumlotsen sollten sich ebenso gut im virtuellen Sozialraum der Hilfesuchenden auskennen, wie in der analogen Umgebung.

Präventive und damit verbundene niedrigschwellige Angebote und Zugänge zu professionellen Unterstützungsleisten ermöglichen, speziell bei ansonsten institutionsscheuen Familien, Zugänge in die ansonsten kaum erreichbaren Strukturen. So lassen sich eines Erachtens nach zum einen Menschen erreichen, die ansonsten, trotz erkennbarer Bedarfe kaum erreichbar sind und zum anderen Unterstützungen vor der klassischen Schwelle HzE anbringen, die in ihrer Konsequenz helfen, bevor die Problemlagen sich verschärfen.
Wichtig hierbei ist aus meiner Perspektive, dass es klare Strukturen und gute Vernetzungen zwischen den einzelnen Anbietern im Sozialraum geben muss.
Des Weiteren tragen gute, frühzeitige Angebote mit guter Kooperation und in offener Form zur allgemeinen Verbesserung des Sozialraumes bei.

Präventive Angebote im Sozialraum ebnen den Weg für inklusive Bildungsbiografien und sind die Voraussetzung für ein Gelingen der Herstellungsleistung „doing family“ in den verschiedenen Lebensphasen. Neue Anforderungen für das Familienleben finden alltagstaugliche Antworten auf unterschiedliche Bedürfnisse. Das „Abkippen“ von Sozialräumen in soziale Brennpunkte wird vermieden.
ev. arbeitsgemeinschaft familie (eaf)

Familienbildung bietet Familien leicht erreichbare Orte der Entschleunigung und Entlastung, in denen Begegnung, Austausch und gegenseitige Unterstützung möglich werden. Sie erfüllt damit den gesetzlichen Auftrag zur allgemeinen Förderung der Erziehung in der Familie, wie er in §16 SGB VIII verankert ist, und ist in erster Linie auf Prävention ausgerichtet. Familienbildung unterstützt Familien und Familienmitglieder bei der Gestaltung gelingender und solidarischer Beziehungen und bei der Persönlichkeitsentwicklung des Einzelnen. Sie stärkt die Menschen in ihren Teilhabe- und Handlungsfähigkeiten, bieten Orientierung und regt die Wertebildung an. Familienbildungseinrichtungen sind dabei mit die ersten Orte, an denen Familien Zugang zu einer institutionalisierten und öffentlich verantworteten Unterstützung bekommen. Dabei sorgen sie aktiv für die Vernetzung familienunterstützender Angebote im sozialen Nahraum und setzen sich für die Interessen von Familien ein.
Forum Familienbildung

Die Broschüre „Neue Wege gemeinsam mit und für Familien gehen!“ beschreibt Leistungen und Potentiale der Familienbildung nach § 16 SGB VIII https://www.eaf-bund.de/documents/Familienbildung/170824_EFB_Profil_END.pdf
Das Netzwerk Evangelischer und Katholischer Eltern-Kind-Gruppen in Deutschland (NEKED) beschreibt unter https://www.eaf-bund.de/documents/Familienbildung/171206_NEKED_Thesen_Do... die Bedeutung dieser Arbeit im Hinblick auf nachhaltige Prävention für Familien.
ev. arbeitsgemeinschaft familie

Niedrigschwellige Prävention und nachhaltige Unterstützung von Familien bedürfen verlässlicher und langfristig abgesicherter Infrastrukturen. Insbesondere die lokalen Jugendämter sollten zu einer Jugendhilfeplanung verpflichtet werden, die die Bereitstellung einer entsprechenden Infrastruktur nach § 16 SGB VIII gewährleistet.

Präventive Angebote im Sozialraum sind wichtig. Die Auswirkungen von präventiven Angeboten lassen sich nicht einfach messen.
Solche Prozesse brauchen zunächst mal etwas Zeit.
Festgehalten werden sollte aber, wie sich die Situation nach Einschätzungen von Zielgruppen und Fachkräften durch gezielte Angebote verändert und wie diese bewertet werden.
Eine Stärkung der Infrastruktur vor Ort ist nachhaltig nötig.
Eine sinnvolle Ausgestaltung von Angeboten im Sozialraum kann nur unter Einbezug von Menschen vor Ort (Zielgruppen und Fachkräften) geschehen.

Präventive Angebote stärken die Lebenswelt der Familien und bieten niedrigschwellige Zugänge. Diese sollten an den Bedarfen der Familien und nicht angebotsorientiert sein, also Ressourcen aus Sicht der Familien sein. Auch ist eine Verbindung zu den Hilfen zu Erziehung sinnvoll und notwendig, damit kein "gegeneinander ausspielen" erfolgt, sondern eine systemische Sichtweise. Und was ist daran schlimm, dass eine Familie keine Einzelfallhilfe braucht, weil sie aus Ihrer Sicht alles in ihrem Sozialraum niedrigschwellig bekommt?

Mobile Jugendarbeit (MJA) ist Prävention im Sozialraum, da es als einziges Handlungsfeld Sozialer Arbeit verschiedene Dimensionen von Prävention bereits im ihm zugrunde liegenden sozialpädagogischen Konzept verknüpft. Dieses basiert auf den vier Methodenbausteinen: Aufsuchende Arbeit/Streetwork, gruppen-/szenebezogene Angebote, individuelle Hilfe und Unterstützung sowie Gemeinwesenarbeit/Sozialraumorientierung.
MJA ist inklusiv und erreicht mit ihrem aufsuchenden Ansatz und der niedrigschwelligen, parteilichen Arbeit junge „entkoppelte“ und „ausgegrenzte“ Menschen, die von anderen Hilfsangeboten nicht (mehr) erreicht werden oder auch nicht erreicht werden wollen, und ist in der Lage sie zu befähigen, wieder Anschluss an die Gesellschaft zu finden und gesellschaftliche Teilhabe zu erfahren. (Teil 1)

MJA ist Prävention! - Während die zielgruppenspezifischen Angebote, die sich sowohl an Einzelne als auch an Gruppen und Cliquen richten, auf der personalen Dimension von Prävention ansetzen und zu positiven Veränderungen führen, wird durch die dauerhafte Präsenz im öffentlichen Raum und die Aktivitäten im Gemeinwesen sowie durch die Vernetzungsarbeit und Kooperation mit verschiedenen Akteur*innen und Interessensgruppen auch die strukturelle Dimension bedient und positiv beeinflusst. Durch die enge Verzahnung aller vier Methodenbausteine sowie deren wechselseitige Synergieeffekte wirkt MJA nachhaltiger und effektiver im Sozialraum als andere Handlungs- und Politikfelder.
MJA ist somit demokratiefördernd, da Räume der Begegnung, des Kennenlernens und des gegenseitigen Austauschs geschaffen werden und die Vermittlung, Vernetzung und der Austausch zwischen unterschiedlichen Akteur*innen im Sozialraum zu ihren zentralen Merkmalen gehört. (Teil 2)

MJA kann mehr ... Somit leistet die MJA insgesamt einen positiven Beitrag zum sozialen Frieden und Miteinander (durch die Reduzierung und Abbau von Gewalt, Delinquenz und Konflikten im öffentlichen Raum) , zum gesellschaftlichen Zusammenhalt und führt zur Stärkung gesellschaftlicher Teilhabe aller Menschen.
MJA ist partizipativ-emanzipatorisch und hat eine fördernde und unterstützende Stoßrichtung . Die Fachkräfte befähigen Individuen sowie Gruppen, die bislang oftmals ausgegrenzt sind und nicht (mehr) erreicht werden, sich stärker und aktiv im Sozialraum einzubringen und sich zu beteiligen und sorgt dafür, dass sich andere Akteure im Gemeinwesen auf die Jugendlichen und jungen Erwachsenen und deren Interessen einlassen, damit ein gemeinsamer Dialog angestoßen werden kann. Um diese nachhaltigen Effekte und präventiven Wirkungen sowie die Beteiligung aller Menschen im Gemeinwesen zu entfalten, braucht es eine hohe Kontinuität der Angebote und eine finanzielle Absicherung. (Teil 3)

Als Risikofaktoren für psychische Auffälligkeiten im Kindes- und Jugendalter gilt insbesondere ein geringer sozioökonomischer Status der Familien, das Aufwachsen in Einelternfamilien, fehlende Integration und Sprachkenntnisse von Migrantinnen und Migranten sowie geringe soziale, familiäre und persönliche Ressourcen der Kinder und Jugendlichen. Präventive Angebote im Sozialraum sollten genau dort ansetzen, um die psychische Gesundheit der Kinder und Jugendlichen zu stabilisieren.
Verbesserungsbedarfe bestehen insbesondere bzgl. Zugangswege bei einkommensschwachen/ bildungsfernen Familien mit und ohne Migrationshintergrund.
Wirkungsvoll sind sie immer dann, wenn sie vernetzt, koordiniert und auch mit einer Steuerung, die sich an strategischen Zielen orientiert, angeboten werden. Frühzeitige, d. h. im frühen Zeitfenster kindlicher Entwicklung, ermöglichen in der Regel einen einfacheren Zugang zu Zielgruppen als später.

Mobile Jugendarbeit leistet präventive Arbeit. "Das den Arbeitsfeldern zugrunde liegende Menschenbild basiert auf den ethischen Grundsätzen der menschlichen Würde und der Gleichheit aller Menschen. Ausgehend von der Tatsache, dass die Partizipationsmöglichkeiten im gesamtgesellschaftlichen Kontext oft begrenzt sind, handeln die in den Arbeitsfeldern Streetwork und Mobile Jugendarbeit tätigen Fachkräfte im Verständnis einer parteilichen Interessenvertretung insbesondere für benachteiligte und von der gesellschaftlichen Teilhabe ausgegrenzte, von Ausgrenzung bedrohte sowie sich selbst ausgrenzende Menschen." (Fachstandards BAG Mobile Jugendarbeit/ Streetwork e.V., 2018) Mobile Jugendarbeit arbeitet aufsuchend, niedrigschwellig, anwaltschaftlich und parteilich im Sozialraum, um Segregation entgegenzuwirken, Exklusionsprozesse zu verringern und gesellschaftliche >Teilhabe junger Menschen zu ermöglichen. Somit wirkt sie präventiv in verschiedenen Facetten der Prävention.

Mobile Jugendarbeit hat durch die Orientierung an den Lebenswelten junger Menschen und deren Bedürfnissen sowie die den aufsuchenden und damit niedrigschwelligen Ansatz, Zugang zu jungen Menschen, die als "entkoppelt" gelten, ausgegrenzt sind und andere Hilfsangebote nicht mehr annehmen. Der auf Vertraulichkeit basierte Zugang wird genutzt, die jungen Menschen zu unterstützen, zu begleiten, Hilfestrukturen aufzuschließen und wieder nutzbar zu machen. Dadurch wird gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht, Handlungsmöglichkeiten der Adressat*innen erweitert und Selbsthilfepotenziale gestärkt.

Mobile Jugendarbeit ist im Sozialraum präsent. Sie ist gut im Sozialraum mit Angeboten, Institutionen sowie mit gesellschaftlichen Akteuren vernetzt und trägt dadurch dazu bei, Lücken im Hilfesystem zu identifizieren, öffentlich zu machen und daraus folgend sozialpolitische Einmischungsstrategien zu entwickeln und umzusetzen, um präventiv Fehlentwicklungen vorzubeugen.

"Streetwork und Mobile Jugendarbeit begleiten und initiieren sowohl emanzipatorische und selbstwirksame Prozesse der Adressat*innen als auch gruppenbezogene Lernprozesse solidarischen Handelns und gegenseitiger Unterstützung." - Fachstandards BAG Mobile Jugendarbeit/ Streetwork e.V. 2018

Mobile Jugendarbeit verfügt über Expertenwissen über Entwicklungen und Herausforderungen im Sozialraum. Sie wirkt demokratiefördernd, da sie Räume schafft in denen Begegnung und Kennenlernen im zwanglosen und niedrigschwelligem Kontext möglich ist. Dadurch werden Voruteile abgebaut und gesellschatlicher Zusammenhalt gefördert.

Präventive Angebote fördern Vernetzung im Stadtteil. Durch die Vernetzung werden passgenaue Angebote möglich, die frühzeitig auf aktuelle (Fehl-)Entwicklungen im Sozialraum reagieren
Strukturelle Prävention:
Präventive Angebote setzen frühzeitig an, um rechtzeitig Schaden zu verhindern oder zu mindern.
Ein sozialraumorientierter Blick der Prävention betrachtet Symptomatiken vor dem Hintergrund kontextueller Gegebenheiten. Beispielsweise wird dann das „Biertrinken von Jugendlichen“ nicht mehr allein unter dem Blickwinkel „störendes Verhalten“ betrachtet, sondern im Sinne „kommunaler sozialräumlich“ orientierter Prävention („umfeldbezogene Prävention“) unter dem Blickwinkel sozialräumlicher Gegebenheiten (evt. keine Freizeitangebote, Lage der „Problemzone“) und Möglichkeiten zur Schaffung zusätzlicher Ressourcen (z.B. Schaffung von Freizeitmöglichkeiten, Einbeziehung von Politik, Jugendarbeit und engagierten BürgerInnen aus dem Stadtteil z.B. zur Schaffung von Treffpunkten) betrachtet

Wie bewerten Sie diese Angebote?
Sozialraumorientierte (stadteil- und umfeldbezogene Maßnahmen) können einen allein Defizit-, und problemorientierten Blick auf einzelne Personen oder Personengruppen mit einem „auffälligen, als problematisch gewerteten Verhalten“ im öffentlichen Raum durch einen ressourcenorientierten erweiterten Blick auf das „Setting“ ersetzen.

Wo sehen Sie Verbesserungsbedarf?
Methodische Verbesserungen durch genaue (auch qualitative) Sozialraumanalysen, Entwicklung unterschiedlicher Szenearien, Zukunftswerkstätten und Einbeziehung und Partizipation regionaler Gremien, Netzwerke und selbstaktive Felder in bestimmten sozialen Räumen.
Längerfristige Finanzierung für Planungssicherheit notwendig, Nachfinanzierung bei gut laufenden Projekten muss möglich sein, um einer „Projektitis“ vorzubeugen

Bundesweit ist seit Mitte der 1990er Jahre ein drastischer Stellenabbau in der offenen Kinder- und Jugendarbeit zu beklagen und damit auch ein zunehmendes Schwinden dieses wesentlichen Teils der professionellen Jugendhilfe. Dem Grunde nach ist die offene Kinder und Jugendhilfe aber eine Pflichtleistung. An dieser Stelle zu sparen ist falsch, denn was passiert, wenn Kinder und Jugendliche angesichts ihrer immer schwieriger werdenden Lebenslagen sich selbst überlassen werden, zeigt sich unter anderem in den allseits steigenden Fallzahlen der HzE. Die offene Kinder- und Jugendarbeit hatte und hat immer einen Bezug zum sozialen Raum und begleitet und fördert Kinder und Jugendliche auf dem Weg zur Selbständigkeit. Damit setzt sie damit einen guten Teil des an erster Stelle im SGB VIII festgeschriebenen Auftrags um: „Jeder junge Mensch hat ein Recht auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit.“ [§ 1]

Auf kommunaler Ebene wurden aus Kostengründen in den vergangenen Jahren die wichtigen präventiven Angebote im Sozialraum häufig drastisch eingespart. Viele Familien mit Kindern sind aber auf diese Angebotsstrukturen bei der Alltagsentlastung wie auch der kulturellen Teilhabe besonders angewiesen. Insoweit sind auf kommunaler Ebene hinsichtlich von präventiven Angeboten dringend Investitionen in Infrastruktur erforderlich. Sie können auch dazu beitragen, dass einerseits die in den vergangenen Jahren deutlich angestiegenen Fallzahlen in den Hilfen zur Erziehung reduziert werden und andererseits entstehende fatale Armutskreisläufe durchbrochen werden. Wichtig dabei ist, dass die Einzelfallhilfen und sozialräumlichen Angebote keine Konkurrenzsituation darstellen, sondern sich gegenseitig ergänzen. Entscheidend ist die Steuerung über ein qualifiziertes Hilfeplanverfahren, dessen Ergebnisse verbindlich für die Wahl der Hilfeart ist.

Präventive Angebote haben Auswirkungen auf alle direkt und indirekt Betroffenen. Sie dienen der besseren Aufklärung, Information und geben eine Plattform auf der man sich austauschen kann.
Präventive Angebote müssen Zielgruppenorientiert sein und im Kontext der Bevölkerung angegliedert werden. Präventive Angebote, von denen keiner weiß sind nicht zielführend. Sie müssen fachlich gut vorbereitet und gut umgesetzt werden. Eine enge Verknüpfung von Kooperationspartnern ist hier ebenso von Bedeutung wie die klare Linie des Durchführenden. Mit klaren Konzepten ist eine Aufstellung von präventiven Angeboten, die aufeinander aufbauen und im Kontext zueinander stehen einfacher und verständlicher für Zielgruppe und Sozialraumangehörige.

Leistungsfeldübergreifendes Agieren
Z. B Ambulante HzE-Anbieter sollen die Angebote (z. B. gem. §§11, 13, 16 SGB VIII)des Sozialraumes kennen und nutzen, ggf. dorthin vermitteln, um Unterstützungsmöglichkeiten auch nach Auslaufen der HzE aufzuzeigen. Gleiches gilt für die ASD. Sozialraumkenntnis und damit Kenntnis der vorhandenen Infrastruktur und (jugendhilflichen) Angebote sollte wesentlicher Indikator bei der Trägerauswahl (mindestens bei ambulanten Hilfen) sein. Notwendig sind jeweils zeitliche Ressourcen auf beiden Seiten (sozialräumlich wirkende Angebote und individuelle Hilfen zur Erziehung). Durch entsprechende Übergangsgestaltung und Vernetzung zwischen den Leistungsfeldern der Jugendhilfe kann einerseits frühzeitiger (und damit vermutlich weniger intensiv und eingreifend) zu einer HzE vermittelt werden, andererseits diese Hilfen ggf. durch das Einbinden der vorhandenen sozialräumlichen Angebote frühzeitiger beendet, auf jeden Fall aber nachhaltiger wirksam gestaltet werden.

sozialräumliche präventive Mikroprojekte können einen wesentlichen Beitrag leisten um die Ressourcen der Familien, Kinder und Jugendlichen in ihren Lebenswelten zu stärken. Die Erfahrungen unterschiedlicher (Modell-)Projekte, u.a. in Bremen haben sich als äußerst erfolgreich erwiesen. Wichtig ist dabei die entsprechende personelle Ausstattung der Jugendämter und die Weiterentwicklung der dortigen methodischen Kompetenzen, ein sozialraumorientiertes Fallverstehen und die Entwicklung und Umsetzung fallübergreifender Angebote auch umzusetzen. Der Gesetzgeber sollte einen Rahmen ermöglichen, der die Finanzierung entsprechender Angebote unabhängig von der jeweiligen Haushaltslage der Kommune ermöglicht. Hier sollten "schlanke" Angebotsvergaben ermöglicht werden, um aufwändige Ausschreibungsprozesse zu vermeiden. Parallel ist klarzustellen, dass mit präventiven sozialräumlichen Projekten der individuelle Rechtsanspruch nicht angetastet wird.

Zu den sozialräumlichen Angeboten ist ferner zu ergänzen, dass auch rechtskreisübergreifende Finanzierungsformen ermöglicht werden sollten. Insbesondere sollen diese auch inklusiv gestaltet werden und die Zielgruppen des BTHG mit integriert werden können. Die Gestaltungsmöglichkeiten von sozialräumlichen Angeboten sollten möglichst flexibel sein und sowohl Angebote von Fachkräften als auch von Semiprofessionellen als auch Peer-Learning ermöglichen.

Es geht nicht um Prävention sondern um die Gestaltung von guten Lebensbedingungen.
Durch die Vernetzung von Institutionen werden Familien frühzeitig in ihrem Sozialraum (SR) /ihrer Lebenswelt erreicht. Des Weiteren werden die fachlichen Ressourcen im SR besser genutzt und eine gemeinsame Weiterentwicklung der Fachkräfte gewährleitstet. Die Unterstützung von Familien wird von mehreren Schultern (Institutionen) getragen. Die niedrigschwelligen Angebote bieten den Familien, Kinder und Jugendlichen unterhalb von HzE ein zusätzliches Unterstützungsangebot sowie verlässliche Ort (Schutzräume) an. Durch Vernetzung der Fachkräfte in Gremien werden die unterschiedlichen Arbeitsfelder kennengelernt und ein gegenseitiges Verständnis der Arbeit erzeugt. Dies sorgt dafür, dass durch gute Beziehungen der Professionellen, Familien die Schwellenängste zu Behörden etc. abgenommen werden.

Teil 1 des Kommentares des Qualitätsverbunds Babylotse e.V.:
Präventive, gut vernetzte und leicht zugängliche Angebote für Familien im Sozialraum ermöglichen ein gesundes Aufwachsen von Kindern unabhängig vom sozio-ökonomischen Status. Eine gute Sichtbarkeit und Erreichbarkeit der präventiven Angebote im Sozialraum ist nur durch systemübergreifende Beratungsangebote sicherzustellen. Bsp.: Die bisher implementierten Lotsensysteme wie die BABYLOTSEN erreichen erfolgreich bereits aus der Gesundheitshilfe heraus werdende Eltern und Eltern neugeborener Kinder. Diese befinden sich nicht aufgrund einer Erkrankung in Einrichtungen des Gesundheitssystems, sondern aufgrund der originären Form der Familiengründung und –bildung, dh. aufgrund von Schwangerschaft und Geburt. Im interdisziplinären Zusammenwirken zwischen der Gesundheits- und der Jugendhilfe werden belastende Lebenslagen, gesundheitliche Risiken und psychosozialer Unterstützungsbedarf frühzeitig erkannt.

In den Gremien wird ein zielgruppenübergreifender Blick ermöglicht und bedarfsgerechte Angebote geschaffen. Dies erfordert eine flexible finanzielle Angebotsgestaltung sowie personelle Ressourcen. Regeleinrichtungen (z.B. Kita, Schule, OKJA) sowie Behörden brauchen personelle und finanzielle Ressourcen für Netzwerkarbeit im Sozialraum.
Ziel der zusätzlichen Unterstützungsangebote ist, dass durch eine enges miteinander in den Sozialräumen, Familien früher erreicht werden und fast keine Familie durch „die Maschen“ fällt. Durch die Verbesserung der Lebensbedingungen haben die Familien in einem Sozialraum die Möglichkeit frühzeitig und niedrigschwellig Unterstützung zu erhalten und hochschwellige Hilfen sind weniger notwendig. Ein Ausbau von niedrigschwelligen Angeboten ist angezeigt, zudem sollten Finanzierungsformen flexible gestaltet werden können.
Eine nach dem Fachkonzept Sozialraumorientierung arbeitende Jugendhilfe sollte Deutschland weit etabliert werden!

Teil 2 des Kommentars des Qualitätsverbunds Babylotse e.V.:
Klärende Gespräche mit den Eltern dienen der Abklärung des konkreten Unterstützungsbedarfes. Ergibt sein ein weiterer Hilfebedarf werden die Familien an die Frühen Hilfen und weitere Sicherungssysteme weitergeleitet. Die vorhandene Infrastruktur ist im besten Fall bedarfsgerecht und fördernd für Eltern und Kinder, ggf. wird in alternative Hilfen vermittelt. Dieser Prozess ist nachgewiesenermaßen sehr gut im Rahmen der Prävention nutzbar, sein Gelingen setzt aber eine verbindliche Umsetzung der Verantwortungsgemeinschaft aus der Gesundheits- und der Jugendhilfe voraus. Vorschlag: In den § 16 SGB VIII sollte die Erreichbarkeit /der Zugang zu den Müttern, Vätern, schwangeren Frauen und werdenden Vätern als systematisches Vorgehen und als Qualitätsmerkmal der Kinder- und Jugendhilfe festgeschrieben werden, welches im eng verzahnten Zusammenwirken mit der Gesundheitshilfe der umfassenden Prävention dient.

Präventive, vernetzte und leicht zugängliche Angebote für Familien ermöglichen ein gesundes Aufwachsen von Kindern unabhängig vom sozio-ökonomischen Status, wenn durch systemübergreifende Beratungsangebote die frühzeitige Wahrnehmung und Inanspruchnahme von psychosozialer Unterstützung erfolgt.
Werdende Eltern befinden sich nicht wegen Erkrankung, sondern wegen Schwangerschaft und Geburt als originäre Form von Familiengründung und -zuwachs in Einrichtungen des Gesundheitssystems. Im Zusammenwirken von Gesundheits- und Jugendhilfe können belastende Lebenslagen, gesundheitliche Risiken und Beeinträchtigungen der körperlichen, geistigen oder emotionalen Entwicklung des Kindes bereits in der Geburtshilfe erkannt werden.
Erprobte Lotsensysteme erreichen dort erfolgreich die Eltern neugeborener Kinder, begleiten sie und vermitteln auf Wunsch frühzeitige Unterstützung aus dem Netzwerk Frühe Hilfen. Ihre Einbettung in §16 SGB VIII würde Prävention im Sozialraum maßgeblich stärken. BAG GuFH

Ziel des Gesetzes zur Kooperation und Information im Kinderschutz ist, das Wohl von Kindern und Jugendlichen zu schützen und ihre körperliche, geistige und seelische Entwicklung zu fördern (§ Abs.1KKG). Kindeswohl bezieht sich auf das gesamte Wohlergehen eines Kindes/Jugendlichen sowie seine gesunde Entwicklung.
Der Pflege des Kindes kommt besonders in den ersten Lebensjahren eine hohe Bedeutung zu, um das Recht auf Förderung seiner Entwicklung gem. §1 Abs.1SGB VIII einzulösen. Für ein gesundes Aufwachsen von Kindern unabhängig vom sozio-ökonomischen Status bedarf es der Einbeziehung von Förderung und Stärkung elterlicher Pflegekompetenz bereits in § 1 Abs. 3 Nr. 2 SGB VIII durch diese Ergänzung:
(3) Jugendhilfe soll zur Verwirklichung des Rechts nach Absatz 1 insb. …
2. Eltern und andere Erziehungsberechtigte bei der Pflege u. Erziehung beraten und unterstützen…
Die Bedeutung pfleglich ausgeübter elterlicher Sorge für die Kindesentwicklung wird damit hervorgehoben. BAG GuFH

überleiten Angebote gesundheitsbezogener, kindeswohlorientierter Familienförderung vermeiden Benachteiligungen und stärken Prävention im Sozialraum. Verbesserungsbedarf: Ergänzung, Auffächerung und Präzisierung von §16 SGB VIII durch
a) Einbeziehung sozialpäd. Vermittlung von passender Förderung und Hilfe zur familienbezogenen Stärkung von Gesundheit, Bildung, Erziehung und Teilhabe in Ankopplung an Dienste und Einrichtungen der Gesundheitshilfe für Kinder, Eltern, schwangere Frauen und werdende Väter im Bereich der Geburtshilfe, Kinder- und Jugendmedizin und der Psychiatrie (Lotsendienste).

b) Erweiterung des Fördergegenstandes „Erziehung“ um den Begriff „Pflege“ analog zu Art.6 GG und §1 SGBVIII, um die Bedeutung elterlicher Pflege- und Versorgungskompetenzen für das Kindeswohl zu betonen
c)Einbeziehung von Angeboten der Entlastung und Stressbewältigung zur Stärkung familiärer Ressourcen zur Erbringung von Pflege- und Erziehungsleistungen in belasteten Lebenssituation. BAG GuFH

Es gibt in Deutschland nur schätzungsweise 200 präventive, resilienzfördernde Gruppenangebote für Kinder aus suchtbelasteten Familien. Bei ca. drei Millionen betroffenen Kindern kann von einer flächendeckenden Hilfestruktur nicht die Rede sein. Es bedarf der Schaffung von mindestens einem Gruppenangebot in jeder Kommune, was bislang meist an der fehlenden Regelung der Finanzierung scheitert. Gäbe es solche Gruppen flächendeckend, würde dies dazu beitragen, dass mehr Kinder sich trotz familärem Suchthintergrund gesund entwickeln.

Präventive Angebote sollten eng an Lebenswirklichkeit und Bedarfe der Kinder, Jugendlichen und Familien anknüpfen und ihnen eine größtmögliche Teilhabe an Gesundheit, Bildung, Entlastung und Erholung eröffnen.
Dazu gehört die aktive Förderung von Bindung und Resilienz schon während der Schwangerschaft und in den ersten Lebensjahren des Kindes, um Benachteiligungen entgegenzuwirken und soziale Kontakte zu fördern.
Die vielfältigen Angebote früher Hilfen sollten deshalb als allgemeine Förderung der Erziehung in der Familie in die Regelpraxis überführt und auf eine solide finanzielle Grundlage gestellt werden. Leistungsvereinbarungen zu Angeboten nach § 16 SGB VIII (Pflichtaufgaben) sind hierzu das geeignete Mittel. Auch ohne Einzelanspruch der Eltern sind solche barrierefreien Angebote bedarfsgerecht vorzuhalten, statt sie als "gefühlt freiwillig" mit Hinweis auf Finanzknappheit wegzulassen und weiter teuer zu reparieren. Das lohnt sich für die Kinder genauso wie für die Kämmerer!