„Mitreden – Mitgestalten: Die Zukunft der Kinder- und Jugendhilfe“

Wie soll die Kinder- und Jugendhilfe modernisiert werden?

Mit „Mitreden – Mitgestalten“ startet das Bundesministerium für Frauen, Senioren, Familie und Jugend (BMFSFJ) einen breiten Beteiligungs- und Dialogprozess zur Modernisierung der Kinder- und Jugendhilfe.
Informieren Sie sich hier über den Prozess, Ihre Beteiligungsmöglichkeiten und den Stand der Diskussionen zu den Themen der Kinder- und Jugendhilfe.

Informations-Artikel

Kurz erklärt

Wer ist im Prozess beteiligt?

Das BMFSFJ sucht den Austausch mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Behindertenhilfe, der Gesundheitshilfe und den Ländern und Kommunen. Darüber hinaus werden Erfahrungen von Beteiligten und Betroffenen mit der Kinder- und Jugendhilfe sowie Familiengerichtsbarkeit gesammelt und systematisch ausgewertet. Im Rahmen dieser unabhängigen wissenschaftlichen Begleitung sollen sich Eltern, Pflegeeltern, Kinder, Fachkräfte und Andere vertraulich äußern können. Diese Auswertung wird mit Blick auf systemische und strukturelle Veränderungsbedarfe in das weitere Verfahren mit aufgenommen.

Was ist „Mitreden – Mitgestalten“?

„Mitreden – Mitgestalten“ ist ein breiter Beteiligungs- und Dialogprozess zur Modernisierung der Kinder- und Jugendhilfe. Verantwortlich für den Prozess ist das Bundesministerium für Frauen, Senioren, Familie und Jugend (BMFSFJ).

Wie kann ich mich beteiligen?

Die Fachöffentlichkeit erhält im Vorfeld der Arbeitsgruppentreffen die Möglichkeit, auf dieser Plattform ihr Fachwissen in die Arbeit der Arbeitsgruppe (AG) einfließen zu lassen. Für jede Online-Konsultation finden sich konkrete Fragen auf der Plattform, die sich thematisch an den jeweiligen Themen der AG orientieren. Diese Konsultationen starten einige Wochen vor den AG-Sitzungen.
Teilnehmen an den Online-Konsultationen kann, wer eine Anbindung hat an Organisationen und Institutionen, die von dem Prozess betroffen sind. Um teilzunehmen, melden Sie sich auf dieser Plattform an. Die Anmeldungen finden Sie hier.
Für die Online-Konsultation wird jede Person freigeschaltet, deren E-Mailadresse deutlich macht, dass sie bei einer Organisation oder Institution der Kinder- und Jugendhilfe, Behindertenhilfe oder Gesundheitshilfe arbeitet. Nach Ihrer Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit der Nachricht, ob Ihre Registrierung erfolgreich war. Falls aus Ihrer E-Mailadresse kein Zusammenhang zu einer Institution der Kinder- und Jugendhilfe, Behindertenhilfe oder Gesundheitshilfe ersichtlich ist, werden wir uns bei Ihnen melden und um einen Nachweis bitten.
Zum Start der Online-Diskussion werden Sie benachrichtigt.

Welche Aufgabe hat die Arbeitsgruppe „SGB VIII: Mitreden – Mitgestalten“?

In der Arbeitsgruppe diskutieren Akteurinnen und Akteure aus den Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe, der Behindertenhilfe, der Gesundheitshilfe sowie von Bund, Ländern und Kommunen die grundlegenden Themen und Bereiche für die Modernisierung der Kinder- und Jugendhilfe auf Grundlage des Kinder- und Jugendstärkungsgesetzes (KJSG). Die Arbeitsgruppe wird von der Parlamentarischen Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Caren Marks, geleitet. Mehr Informationen zum Prozess finden Sie auf der linken Seite, Informationen zu den Themen der Arbeitsgruppe finden Sie hier.

Wer ist Teil der AG „SGB VIII: Mitreden – Mitgestalten“?

Die hochrangige AG wird von sechs Säulen getragen: bereichsübergreifende Dachverbände, Verbände der Kinder- und Jugendhilfe, Verbände der „Behindertenhilfe“, Verbände der „Gesundheitshilfe“, Kommunen, Länder und Bund sowie Sonstige.
Alle einschlägig verantwortlichen Akteure sind damit in der AG vertreten.
Im Einzelnen:

Bereichsübergreifende Dachverbände
• Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege
• Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e. V.
• Deutscher Gewerkschaftsbund

Verbände der Kinder- und Jugendhilfe
• Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe e. V.
• Deutsche Bundesjugendring e. V.
• Careleaver e. V.

Verbände der „Behindertenhilfe“
• Deutscher Behindertenrat
• Fachverbände für Menschen mit Behinderung
• Bundesarbeitsgemeinschaft der überörtlichen Träger der Sozialhilfe

Verbände der „Gesundheitshilfe“
• Spitzenverband Bund der Krankenkassen (GKV)
• Bundespsychotherapeutenkammer
• Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes e. V.
• Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e. V.
• Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie e. V.
• Aktion Psychisch Kranke e. V.

Bund/Länder/Kommunen
• Bundesressorts
• Jugend- und Familienministerkonferenz der Länder, Arbeits- und Sozialministerkonferenz, Gesundheitsministerkonferenz, Kultusministerkonferenz
• Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände
• Familienpolitische Sprecher der Regierungsfraktionen

Sonstige
• Bundesjugendkuratorium
• Dialogforum „Bund trifft kommunale Praxis“

Welche Aufgabe hat die Unterarbeitsgruppe „Quantifizierung und Statistik“?

Mitglieder der Unterarbeitsgruppe „Quantifizierung und Statistik“ (UAG) sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Statistikerinnen und Statistiker und Vertreterinnen und Vertreter der AG „SGB VIII: Mitreden – Mitgestalten“.
Aufgabe der UAG ist die Aufbereitung themenspezifisch relevanter Daten im Vorfeld der Sitzungen der Arbeitsgruppe „SGB VIII: Mitreden-Mitgestalten“ (AG) bzw. die Nachbereitung der von der jeweiligen AG-Sitzung erörterten fachlichen Vorschläge.
Ziel der UAG ist es, die fachliche Diskussion in der AG zu entlasten. Dazu bereitet sie für jede themenspezifische Sitzung der AG relevante Daten auf, die der AG zur Verfügung gestellt werden.
Im Nachgang zu fachlichen Diskussionen der AG stellt die UAG Berechnungen zu angedachten Szenarien oder Vorschlägen an.. Die AG hat außerdem die Möglichkeit, Fragen direkt an die UAG zu richten. Um diese Diskussion im Nachgang an die AG möglichst fruchtbar und anschlussfähig an die AG-Arbeit zu gestalten, sind in der Nachbereitung sowohl die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler als auch AG-Mitglieder aktiv.

Die Grundlage der Arbeit der UAG sind Daten aus der amtlichen Statistik, Verwaltungsdaten, Surveys von Forschungseinrichtungen und für die jeweilige Thematik besonders relevante empirische Forschungsbefunde.

Neben der Unterstützung der AG wird in der UAG zudem die wissenschaftliche Betroffenenbeteiligung vorgestellt und diskutiert. Die wissenschaftliche Auswertung der Betroffenenbeteiligung wird zudem kontinuierlich in die AG eingespeist

Wer ist Teil der UAG „Quantifizierung und Statistik“?

Die UAG besteht aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie aus Vertretungen der AG.

a) Mitglieder der UAG – Wissenschaft/Statistik:

  • Institut für Kinder- und Jugendhilfe
  • Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik, TU Dortmund
  • Deutsches Jugendinstitut
  • Deutsches Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung (FÖV)
  • Fachhochschule Münster
  • Statistisches Bundesamt

b) Mitglieder der UAG – Vertretungen aus der AG:

  • Kommunale Spitzenverbände
  • Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtsverbände
  • AGJ
  • Deutscher Behindertenrat/Fachverbände für Menschen mit Behinderung
  • JFMK

Themenspezifisch (Gaststatus) :

  • Bundesressorts
  • BAG der überörtlichen Träger der Sozialhilfe
  • GKV-Spitzenverband

Wer unterstützt das BMFSFJ für den Dialogprozess?

Das BMFSFJ wird bei der Organisation des Dialogprozesses unterstützt durch die Agentur für Dialog- und Beteiligungsverfahren „Zebralog“, sowie deren Partnern, dem Institut für Jugendrecht, Organisationsentwicklung und Sozialmanagement (IJOS GmbH) und dem Institut für Kinder- und Jugendhilfe (IKJ gGmbH).